Extrem flexibler Saugschlauch 17G

Mit dem neuen, superflexiblen Saugschlauch 17G setzen wir wieder Akzente. Mit einem bis zu 56% kleineren Biegeradius (abhängig von der jeweiligen Nennweite) gegenüber dem bekannten Xantener Saugschlauch wird beste Verlegbarkeit auch bei engen Bauräumen erreicht.

  • 17G Schlauch 180° gebogen
  • 17G Anschlüsse
  • 17G Applikation
  • 17G Saugverteiler

Dank spezieller Werkstoffauswahl sowie geringer Modifikationen beim Aufbau bietet ein neuartiger Saugschlauch eine bislang nicht erreichte Flexibilität.

Bei mobilen Arbeitsmaschinen ist die Hydraulik nach wie vor das Maß der Dinge. Mit ihrer hohen Leistungsfähigkeit, die sich dank ständiger Weiterentwicklung auch präzise steuern und regeln lässt, hat sie einen klaren Vorteil. So ist es nicht verwunderlich, dass die Anzahl hydraulischer Systeme pro Maschine stetig wächst.

Dies stellt allerdings auch zunehmende Anforderungen an die Konstruktion. Immer größere Fluidvolumen müssen in immer kürzerer Zeit bewegt werden. Die Strömungsgesetze fordern hier entsprechend große Leitungssysteme, um bei den geforderten Durchflussmengen die Gefahr der Kavitation auszuschließen.

Im Gegensatz dazu steht jedoch der Kundenwunsch nach größerer Kompaktheit der Systeme. Dies bedeutet, dass der zur Verfügung stehende Bauraum nicht mit der Dimension der Leitungssysteme wachsen kann. Eine Problematik, die z.B. immer wieder im Saugbereich der Pumpen auftritt. Eine Verrohrung an dieser Stelle kann zwar den vorhandenen Bauraum optimal nutzen, ist aber aufwendig in der Montage, also kostenintensiv, und kann Fertigungstoleranzen nur sehr begrenzt ausgleichen.

Schlauchleitungen sind hier eigentlich die Ideallösung: Sie lassen sich schnell montieren und gleichen leichte Maßabweichungen problemlos aus. Gleichzeitig wird durch ihren Einsatz das Übertragen von unerwünschten Schwingungen über den Leitungsweg erheblich reduziert.

Leider ist der minimale Biegeradius der am Markt befindlichen Saugschläuche gerade bei großen Nennweiten so erheblich, dass ihr Einsatz aus Platzgründen oft ausgeschlossen ist.

Mit unserem neuartigen Saugschlauch 17G gibt es jetzt eine echte Alternative. Der Schlauch, entsprechend der Norm SAE 100-R4 hergestellt, weist durch eine besondere Materialauswahl und geringfügige Modifikationen am Aufbau eine hervorragende Flexibilität auf. So erhält man bisher noch nicht erreichte minimale Biegeradien.

Ein beispielhafter Vergleich bei den Nennweiten DN 51 und DN 102 macht dies deutlich:

Nennweite DN
[mm]

Min. Biegeradius [mm]
nach SAE 100-R4

Min. Biegeradius [mm]
Xantener Saugschlauch

Min. Biegeradius [mm]
neuer Schlauch 17G

51

300

135

90

102

610

350

170


Mit einem bis zu 56% kleineren Biegeradius (je nach Nennweite) gegenüber dem schon sehr flexiblen Xantener Saugschlauch ergeben sich vor allem bei großen Nennweiten völlig neue Verlegmöglichkeiten.

Die hohe Flexibilität des 17G führt auch zu sehr guten Dämpfungseigenschaften, so dass eine ausgezeichnete Entkopplung der verbundenen Komponenten erreicht wird.
Ein weiterer Vorteil des neuen Schlauches ist seine glatte Oberfläche, da so die Anfälligkeit für Verschmutzungen gegenüber einer Rippenstruktur wesentlich geringer ist.
Der 17G ist in den Nennweiten DN 20 bis DN 152 in den Standardabstufungen erhältlich, wobei auch Zwischengrößen, wie z.B. DN 35, DN 42 oder DN 63 auf Anfrage möglich sind.

Seine verbesserten Eigenschaften erforderten eine spezielle Armaturenentwicklung für die Einbindung. So sind für alle Nennweiten in der bekannten Vielfalt Armaturen für die Pressverbindung und die Schellenmontage entstanden.

Sämtliche Varianten wurden dabei in einem intensiven Testverfahren einer Vakuum-, Berstdruck- und einer dynamischen Druckprüfung unterzogen, so dass unseren Kunden ein sicherer Halt der Einbindung gewährleistet werden kann. Mit derart geprüften Armaturen und einer Druckfestigkeit bis zu 10 bar (abhängig von der Nennweite) kann der Schlauch auch im Niederdruckbereich, z.B. als Rücklaufleitung, eingesetzt werden.

Die Erfahrung bei der Armaturenentwicklung für den 17G fließen natürlich auch bei der Konstruktion entsprechender Sonderarmaturen mit ein, so dass jederzeit problemangepasste Sonderausführungen nach Kundenwunsch mit einer zuverlässigen Einbindung des Schlauches gefertigt werden können.

Fazit:
Extrem kleine Biegeradien sind möglich
Sichere Einbindung ist durch intensive Testverfahren gewährleistet
Sehr gute Dämpfungseigenschaften

Dieser Artikel erschien 2005 in den Fachzeitschriften Fluid, Maschinenmarkt sowie Konstruktionspraxis.